Tag Sieben: Uji

Montag wurde es dann wieder intensiver: Wir sind nach Uji gefahren. Erstmal mussten wir unsere Coupons für den JR-Rail-Pass in die echten Pässe wechseln, wir haben auch nur an 2 falschen Schaltern gestanden (Nein, JR-Weste wechselt die nicht. Nein, JR-Central auch nicht. Man muss zum großen Shinkansen-Ticket-Schalter), dann hatten wir die Pässe in der Hand und konnten gleich per Hikari-Shinkansen nach Kyoto, von dort mit der Bummelbahn nach Uji.

Shinkansen-Kopf mit Japanischem Bahnangestelltem

Unser Shinkansen – ein N700

 

 

Dort haben wir uns zuerst den Byodo-in angeguckt, wirklich eine schöne Tempelanlage. Nur die ganzen Touris….

Blick auf den Byodo-In über den Teich

Der Byodo-In in Uji

Byodo-In mit vielen Touristen

Von links nach rechts: Tempel, Touristen

 

Der Tempel steht seit 1000 Jahren, das ist sonst in Japan eher selten, denn die Holzbauwerke haben sonst sehr leicht unter Feuer und den ganzen Kriegen, die die Japanischen Fürsten gegeneinander geführt haben, gelitten.

 

Anschließend waren wir im Tee-Traumland für Sabine: Die ganze Straße von der JR-Station bis zum Tempelgelände ist mit Teegeschäften gesäumt.

Warmwasserbereiter, Kyusu und Teeschälchen

Tee-Tasting am Verkaufsstand

Sehr lecker: Matcha-Eis mit Matcha-Jelly und Bohnen!

Grünes Matcha-Eis

Matcha-Eis mit Bohnen und Matcha-Jelly

 

Und das entsprechende Tee-Geschirr darf natürlich auch nicht fehlen.

Frau betrachtet Teeschalen in einem Straßenverkauf

Sabine begutachtet Teegeschirr

Tag Sechseinhalb: Doch noch in den Tennoji-Park

Ganz haben wir das mit der Pause dann doch nicht durch gehalten: Am Nachmittag waren wir im Tennoji-Park.

Der Park ist hübsch, wenn auch klein – und man kann dort Enten beobachten, die tapfer Wasserschlangen im Zaum halten.

Japanischer Garten mit Hochhaus im Hintergrund

Tennoji-Park mit Hochhaus

Japanischer Laterne im Park

Detail im Tennoji-Park

Enten und eine Wasserschlange

Tapfere Enten

 

Auf dem Weg dorthin und zurück haben wir uns nach Shinsekai verlaufen, offensichtlich ein Vergnügungsviertel.

Japan: Fußgängerüberweg

Eingang zum Vergnügungsgebiet

Geschäft mit der Aufschrift "Muskelgeschäft"

So einfach ist das hier!

Frau fotografiert Japanische Werbung

So sieht Werbung aus!

 

 

Tage vier, fünf, sechs: Kyoto, Osaka Castle, Pause…

Heute, am Sonntag, machen wir Pause – auch, damit sich mein Rücken ein wenig vom Herumlaufen erholen kann.

Das gibt mir die Zeit, den Reisebericht auf einen aktuellen Stand zu bringen.

Vorgestern, also Freitag, waren wir in Kyoto. Angekommen sind wir an der Sanjo Station. Von dort sind wir erst einmal in den Park um den Imperial Palace gelaufen – dort gab es noch einige Sakura-Reste zu begucken, auch wenn die eigentliche Kirschblüte ja schon durch ist.

Kirschbaum über einer Japanischen Mauer im Sonnenlicht

Ein letzter Kirschbaum in Blüte im Imperial Palace Garden Kyoto

Quer durch den Park ging es zum Urasenke Chado Research Center, ein Zentrum für die Ausbildung in der Teezeremonie und für die historische Erforschung derselben – leider war in der Ausstellung und bei der Teezeremonie das Fotografieren nicht erlaubt. Dafür konnte man sich ganz auf die eigenen Wahrnehmung konzentrieren.

Eingangsschild des Urasenke Chado Research Center

Eingangsschild des Urasenke Chado Research Center

Im Anschluß sind wir entlang eines Flusses richtung Nijo – Palast gelaufen. Insgesamt wirkte Kyoto dabei viel viel grüner auf mich, als 2007.

Gestaltetes Flussbett in Kyoto

2007 war das noch reine Betonwüste, langsam erinnert es an einen Park

Den Nijo-Palast mit dem Nachtigallen-Dielenboden haben wir besichtigt, der Park ist immer noch echt schön. Anschließend haben wir uns auf Tee und Kuchen (gut, für mich einen Kaffee) im Teehaus im Garten nieder gelassen – ein echt schönes Fleckchen Kyoto, das lohnt sich!

Nijo-Palast in Kyoto

Der Räpresentativbau des Nijo-Palastes

Aushang des Teehauses im Nijo Palas Kyoto

Baumkuchen und Kaffee – hmm 🙂

Grüner Kuchen mit Bohnen und Sahne

Und das fertige Gericht: Leckere rote Bohnenpaste am Matcha-Fluff-Kuchen

Teehaus im japanischen Park

Das Teehaus am Nijo-Palast

Auf dem Weg zurück zur Station waren wir kurz beim Ippodo-Laden. Sehr edel, allerdings hatten wir ja schon im Park des Nijo-Palasts Tee getrunken, also haben wir uns nur das Geschäft angesehen, und sind dann zurück nach Osaka.

Sabine vor dem Ippodo-Teehaus in Kyoto

Sabine vor dem Ippodo-Teehaus in Kyoto

 

Am Samstag haben wir etwas länger geschlafen (mein Wecker war noch im Arbeitswochen-Modus), und sind dann zum Osaka Castle aufgebrochen. Das ist imposant, und auf der Aussichtsplattform im 8. Stock sieht man viel von der Riesen-Stadt drum herum.

Japanische Burg in Osaka

Die Burg von Osaka

Großstadt, im Vordergrund goldene Verzierung

Blick auf Osaka

Glasfassade mit Kupferdach

Geschichte spiegelt sich in der Fassade der Moderne

In der Ausstellung lernt man eine Menge über die Machtverhältnisse Japans im 16. und 17. Jahrhundert – gar nicht so unterschiedlich zu unserem Mittelalter.

Anschließend ging es nach Nipponbashi, lokal als Denden-Town bekannt. 2007 hatte ich dort günstig ein Objektiv erstanden, und ich wollte auch dieses Jahr mal nach einem Tamron 24-70 für meine Canon gucken. Leider kosteten die Exemplare, die ich gefunden habe, über 800€ – also sogar 30€ mehr als in Deutschland bei Amazon. Da warte ich lieber, bis ich wieder zurück bin, dann bekomme ich auch eine Garantie.

 

So hatten wir einen schnellen Ausflug in die bunte laute Technik-Glitzerwelt 😉

Tag Drei: Tee, Tee, Tee und noch mehr Tee in Wazuka

Am dritten Tag in Japan waren wir in Wazuka, einem Dorf im Süden der Präfektur Kyoto. Dort gibt es mehr Teefelder als Einwohner…

Hügel der mit Teefeldern, teilweise beschattet

Teefelder bei Wazuka

 

Wir hatten einen Termin mit einer kleinen Teekooperative, deren Vize-Chef, Mattsu, hat uns mit einem Willkommenstee begrüßt. Gleich richtig lecker: Ein Kabuse (beschattet) Sencha- natürlich in der Kyusu zubereitet..

Der einzige andere Gast war Alexander aus den USA. Der hat sich gegen ein Literaturstudium entschieden, und will statt dessen Koch werden – und bereist jetzt Japan, um nach Wegen zu suchen, Tee in seine Küche einfließen zu lassen. Spannender Typ.

Teeinfusion in brauner Kyusu

Die Infusion des Begrüßungstees

 

Anschließend ging es per Auto (wilder Ritt über Bergstraßen) zu den Teefeldern. Dort hat uns Mattsu vor Ort ein wenig über den Anbau erzähl. Offensichtlich freute er sich, 3 Tee-Fachkundler (ich hab mal so getan, als wär ich einer, und freundlich genickt 😉 ) vor sich zu haben. Ich hab‘ noch das „oooh – very good question!“ im Ohr…

Ein Japaner und eine Deutsche stehen im Teefeld und unterhalten sich

Sabine und Mattsu beim Fachsimpeln

 

Nach der Felder-Tour wurden wir in einem der drei Restaurants des Dorfes zum Essen eingeladen. Es gab -natürlich- Cha-Soba!

Cha-Soba mit Puffreis und Tempura

Cha-Soba mit Puffreis und Tempura-Teig. Dazu Houjicha

 

Danach ging es zurück zum Büro der Kooperative. Dort ging es mit einer Verkostung der Tees weiter. Highlight war eine traditionelle Matcha-Mühle, mit der wir unseren eigenen Matcha mahlen konnten.

Eine Matcha-Mühle, der obere Teil dreht sich

Die Matcha-Mühle in Bewegung

 

Bei unserer Tour haben wir außerdem erfahren, dass es jedes Jahr im November in Wazuka ein Tee-Festival gibt, dass die Bevölkerung des Ortes praktisch verdoppelt. Ein guter Grund, mal wieder zu kommen!

 

Japan 2015 zweiter Tag: Fushimi Inari Taisha

Für den zweiten Tag war Wandern angesagt:

Wir haben den Fuhimi Inari Taisha bei Kyoto besucht. Der Shinto –  Schrein ist Inari gewidmet, der für Fruchtbarkeit, Reis und Sake zuständig ist. Dessen Boten sind Füchse, deswegen sind die auch aller Orten zu sehen gewesen.

Fuchs im Inari Schrein in Fushimi mit rotem Halstuch

Der Fuchs – Sendbote von Inari

 

Eingangstor des Fushimi - Inari -Schreins

Eingangstor des Fushimi – Inari -Schreins mit Füchsen

 

Richtig berühmt ist der Schrein aber nicht für die Fuchs-Statuen, sondern für die Tausende von Torii, die Privatleute gespendet haben, und die die Fußwege über den Berg auf dem Schreingelände säumen.

Torii im Inari-Schrein Fushimi

Torii im Inari-Schrein Fushimi

Rückseite der Torii im Fushimi Inari Taisha mit Inschrift

Auf der Rückseite der Torii sind Spender und Spendendatum verzeichnet

 

Auf circa der Hälfte der Strecke sind wir abgebogen, und sind durch Bambushaine zu einigen Nebenschreinen gekommen – die wirkten alt und sehr stimmungsvoll – es war zu merken, dass sie schon lange existieren.

Mini-Torii mit Moos

Mini-Torii mit Moos

Fuchs mit Torii im Hintergrund

Ein Fuchs hält Wache über ein altes Schreingelände

 

Leider sind wir auf unseren Stromereien etwas vom „normalen“ Weg abgekommen. Irgendwann sind wir einigen Schildern vom Wanderweg um Kyoto gefolgt, aber das wurde uns mit der Zeit zu weit. Also sind wir nach einem kleinen Sushi-Snack aus dem Supermarkt wieder in den Zug gestiegen, und haben uns zurück nach Osaka gemacht.

Ach ja, unterwegs war es häufig zu sehen – so sehen Bambussprossen aus, bevor sie geerntet werden:

Drei Bambussprossen

Bambussprossen beim -äh- sprießen

WordPress unter Linux – Mediengröße auf 2MB beschränkt?

Uhm, das ist ja mal knapp.

Php-Skripte sind unter Ubuntu 14.04 auf 2MB Uploadgröße beschränkt… Und über eine php.ini im WordPress-Verzeichnis lässt sich das so einfach nicht lösen (wäre auch noch schöner…).

Man kommt nicht drum herum, in

/etc/php5/php.ini

Die folgenden Werte zu ändern:

upload_max_filesize = 16M
max_post_size = 20M

Und am besten auch

max_execution_time = 240

Es sei denn, man bekommt in den normalerweise eingestellten 30sec die bis zu 30mb über die Leitung 😉

In Japan angekommen

Schriftzug "Hannover" am Flughafen

Ein letzter Blick auf Hannover

Wir sind gut in Japan gelandet.
In Amsterdam sind wir mit ausreichend Umsteigezeit in den großen Flieger gewechselt, der uns dann nach Osaka gebracht hat.

Transportband auf dem Flughafen Schipol mit grünem Pfeil

Transportband in Schipol

 

Der Flug war sehr ruhig, und wir hatten gute Aussicht auf die Tragfläche unseres Fliegers.

Flügel einer Boeing 777

Der Flügel unserer 777

Sonnenuntergang mit Flügel einer Boeing 777

Die Sonne geht über Sibirien unter

 

Und nach einer sehr kurzen Nacht sind wir dann auf dem Kansai International Airport gelandet – quasi mitten im Meer vor Osaka. Der Flughafen ist auf einer künstlich aufgeschütteten Insel entstanden…

Meeresbild mit Schiff und Flügel einer Boeing 777

Landung auf dem Kansai International Airport

Um uns wach zu halten, sind wir dann schon einmal nach Dontonburi herüber gelaufen, und haben uns japanisches Shopping angeguckt.

Grillhaxe mit Cthulu-Schild

Äh, wenn ich das richtig deute, ist ein großes Übel gefallen und wird gegrillt. Was soll man mit so viel Tintenfisch auch sonst machen?

 

Sabine in einem Porzellanladen, umgeben von Kirschblüten

Sabine im Porzellandwunderland

 

 

Nachbildung des Goldenen Teeraums

Der goldene Teeraum von Hideyoshi – oder vielleicht doch nur eine Nachbildung?